Thomas Meinzettler, ein einstiger Großbauer, schreibt hier über die Ereignisse, die er während der Verseuchung durchstehen musste. In seinem Haus in Herzogenburg (Gefahrenzone Österreich) hat er sich so eingerichtet, dass niemand reinkam, wenn Thomas es nicht wollte. Dutzende Waffen hat er schon angesammelt, auch hält er sich einige wenige Tiere, die dem Virus nicht zum Opfer fielen und ernährt sich soweit es geht von ihnen.

 

Direkt unter dieser Anleitung findest du seine Geschichte.

 


31.1.09 19:58, kommentieren

12.03.2023, 08:30

Früh morgens wachte ich in meinem großen Bett auf, als mich die ersten Sonnenstrahlen des Tages kitzelten. Ich blinzelte mehrmals, dachte an den Albtraum der letzten Nacht und schüttelte den Kopf, bevor ich mich aus dem Bett plagte. Direkt neben dem Bett stand meine alte aber treue Schrotflinte, welche mich immer begleitete. Gewohnt vertraut nahm ich sie an mich und ging ins Bad, machte mich frisch und zog mich an.

 "Sooo...mal schaun, was heute so alles zu tun ist..." murmelte ich in meinen großen Bart hinein und ging die Liste durch, welche ich jeden Tag neu schrieb. "Ah, heute muss ich raus gehen um Essen zu suchen. Scheiße." fluchte ich laut, dann setzte ich mich erstmal auf den Küchentisch und fing an meine letzten Vorräte zu verspeisen. Viel war nicht mehr zu holen, es gab dutzende Gruppen, die trotz allem überleben wollten und sich nahmen, was sie bekamen. Viele töteten untereinander, anstatt sich zusammenzuschließen. Das war auch einer der  vielen Gründe, warum ich alleine auf diesem Hof lebte.

 Nachdem ich aufgegessen hatte, stand ich auf, packte meinen Rucksack und ging in den Hof zu meinem Pick Up. Nach einem kurzen Blick in den Tank und einer Überprüfung der Reifen stieg ich ein und fuhr los.

31.1.09 20:38, kommentieren

12.03.2023, 11:30

Nach einer halbstündigen Fahrt erreichte ich den Ort. Wie immer blieb ich gute hundertfünfzig Meter vor der Ortseinfahrt stehen und nahm meinen Feldstecher aus dem Handschuhfach. Ganz genau suchte ich durch mein Fernglas nach vermeintlichen Zombies, die mir das Leben schwer machen wollten.

Wie immer zur Mittagszeit schliefen sie ihre zwei, drei Stunden, die sie an Schlaf brauchten. Dennoch, nicht alle schliefen, nur ein Großteil. Ich repetierte meine vier Gewehre, meine Pistole und sicherte alle Waffen. Die Schrotflinte lag griffbereit auf meinem Schoß. Langsam fuhr ich los und steuerte gezielt den Billa-Markt an, in der Hoffnung, dort niemanden anzutreffen. Ich war einer der Wenigen, der einen Schlüssel für dieses gut gepanzerte Geschäft hatte, war ich doch Lieferant dieses kleinen Supermarkts. Deswegen waren dort auch heute noch einige Vorräte übrig.

Als ich das Geschäft beim Lieferanteneingang erreichte, blieb ich zunächst stehen und stellte den Motor ab. Mein Blick wanderte umher, ich horchte in die Umgebung. Stille, nichts schien sich zu bewegen. Erleichtert seufzte ich, nahm ein Gewehr, meinen Munitionsgürtel und die Schrotflinte an mich und stieg langsam aus dem Auto aus. Erneut sah ich mich um, konnte aber nichts finden. Ich schloss die Tür meines Pick Ups und machte mich daran, den Billa-Markt zu betreten. Ganz behutsam schloss ich die Tür hinter mir und nahm die Schrotflinte in Anschlag. Da es dunkel und relativ düster war, knipste ich die Taschenlampe an, die vorne am Lauf der Pumpgun befestigt war. Vorsichtig wie immer ging ich durch das Geschäft, durchsuchte zunächst alles. Als mir nichts weiter auffiel, nahm ich einen Einkaufswagen und fing an, diesen zu füllen. Später würde ich dann die Nahrungsmittel auf die Ladefläche meines Wagens legen. Doch plötzlich hörte ich, wie irgend etwas mit einem lauten Knall auf dem Boden aufschlug...

1.2.09 15:45, kommentieren

12.03.2023, 11:45

Sofort riss ich meine Waffe hoch, legte an und drehte mich in die Richtung des Geräusches. Ich schluckte, Angst stieg in mir auf. Ganz bedacht darauf, keine Geräusche zu machen, schlich ich in die Nähe des Ganges, von dem das Poltern kam. Mein Finger lag am Abzug, mein Puls war weit über zweihundert. Mit einem Satz sprang ich dann in den Gang, aus dem das Geräusch komme sollte, doch außer einer Dose, die am Boden lag, konnte ich nichts finden. Erleichtert atmete ich durch, nahm die Dose an mich und stellte sie zurück ins Regal. Ich wollte auch schon zurück gehen, als mir etwas auffiel. "Moment mal..." murmelte ich skeptisch, wandte mich um und sah mir die Dose und die anderen Dosen genauer an. Die, die am Boden lag, war eine Dose mit Mixfrüchten, da, wo sie nun stand, waren nur Fertiggerichte. Erneut stieg mein Puls, mein Atem wurde schneller. Irgendjemand war hier. Ich wagte es nicht, mich zu bewegen, doch wusste ich, dass ich nur zwei Möglichkeiten hatte: Flucht oder Kampf. Die Auswahl wurde mir nicht selbst überlassen, denn sogleich sprang mich etwas von hinten an und riss mich zu Boden. Fauliger Atem schlug mir entgegen. Reflexartig gab ich einen Schuss aus meiner Schrotflinte ab und traf den Angreifer mitten am Oberschenkel. Schmerzerfüllt schrie dieser auf, sah mich an und erhob sich erneut. So schnell es konnte rollte ich mich nach dem Schuss weg, stand auf und sah der Bestie in die Augen. "Wie kommst du hier rein?!" fragte ich, kurz darauf tötete ich den Zombie mit einem Schuss in den Kopf.

6.2.09 20:12, kommentieren